Schlingentisch/Traktionen

Unter Traktionen versteht man Behandlungen, die mit Zug ausgeführt werden. Dieser Zug kann manuell, also mit den Händen, oder mit Zuhilfenahme eines Traktionsgurtes ausgeübt werden. Üblicherweise werden Traktionen an Gelenken, v. a. an der Wirbelsäule, an der Hüfte, am Knie und an der Schulter, ausgeführt, um Schmerzen zu lindern.Eine besondere Art der „Traktion“ ist der Schlingentisch oder Schlingenkäfig. Mit diesem Gerät kann man einzelne Extremitäten oder auch den gesamten Körper eines Patienten „aufhängen“, um Entlastung zu erzielen.

Der Patient muss sein schmerzhaftes Bein, z. B. bei Hüftgelenksarthrose, nicht mehr selber halten. Es liegt in einer Schlinge, in der er sein Bein nahezu schwerelos und damit wesentlich schmerzarmer bewegen kann.Der Vorteil für den Behandler ist, dass er beide Hände zur Therapie frei hat, da er das Bein oder auch den Arm, den Kopf usw. nicht mehr halten muss.

Zur Behandlung von akuten Rückenbeschwerden z. B. empfiehlt sich eine sogenannte Becken-Bein-Aufhängung. Der Patient hängt in einer Art Stufenlage im Schlingentisch, die normalerweise sehr schmerzlindernd empfunden wird. Der Therapeut kann nun Zug über die Beine ausüben und für weitere Entlastung sorgen. Oder er behandelt lokal den Rücken des Patienten, an den er sonst nicht hinkäme, da Drehungen meist sehr schmerzhaft sind. Genauso kann der Kopf bzw. die Halswirbelsäule entlastet werden durch Aufhängen in einer Schlinge z. B. nach einem Schleudertrauma oder bei einem Bandscheibenvorfall.

Es gibt vielseitige Einsatzmöglichkeiten des Schlingentisches und der Traktionsgurte. Fragen Sie uns bzw. auch Ihren Arzt, ob diese Art der Therapie für Sie sinnvoll wäre.

Ihr Godehard Stoll, Physiotherapeut und osteopatisch arbeitender Therapeut

Hinweis: Der folgende Text wurde von Godehard Stoll nach aktuellen Erkenntnissen der Medizin und Anatomie verfasst. Er erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit bzw. Fehlerfreiheit.