Wirbeltherapie nach Dorn

Eine einfache, aber wirkungsvolle MethodeDie Wirbelsäule: Unser zentrales StützorganDie Wirbelsäule ist nicht nur das zentrale Stützorgan des Körpers, sondern vor allem auch die stabile Schutzhülle für das Rückenmark. Sie ist das übergeordnete Steuerungsorgan für alle Funktionen der Organe, Gewebe und jeder Zelle unseres Körpers. Schmerzen, Funktionsstörungen und Veränderungen des Gewebes, nicht nur am Rücken, sondern auch in jeder anderen Körperregion, sind häufig verursacht durch eine Störung der aus dem Rückenmark herausführenden Nerven infolge einer „Verschiebung“, Fehlstellung oder Blockierung einzelner oder mehrerer Wirbel.
In solchen Fällen kann hier der Ansatzpunkt für eine wirkungsvolle Behandlung liegen. Die sensible und geübte Hand des Therapeuten fühlt die Fehlstellung des Wirbels und korrigiert sie (unter Beachtung möglicher anatomischer Abnormitäten). Das Wirbelrichten nach Dorn ist im Prinzip eine sehr einfache, daher auch ungefährliche Methode, mit der auch der Laie sich selbst in vielen Fällen gut helfen kann. Voraussetzung ist eine sensible, sichere und geübte Hand und, nach der ersten Anleitung, viel praktische Übung. Dieter Dorn, ein Sägewerksbetreiber, hatte eines Tages einen schweren Hexenschuss. Man brachte ihn mit seinen Schmerzen nicht zum Arzt, sondern zu einem alten Bauer in der Nähe, der ihm durch wenige Handgriffe am Rücken half. Diese Behandlung war so gut, dass er sofort wieder arbeiten konnte. In seiner Begeisterung über diesen Erfolg machte er sich seine eigenen Gedanken. Der alte Bauer sagte ihm, dass jeder, auch er, die Fähigkeit hätte, auf diese Art zu helfen.
Kurze Zeit später starb der Bauer und Dieter Dorn machte aufgrund der wenigen Aussagen seines Helfers erste Erfahrungen:Zunächst bei seiner Frau, denn sie litt seit vielen Jahren an Kopfschmerzen; dann bei einer Nachbarin mit Ischiasbeschwerden usw………Ohne regulären Kurs führte Herr Dorn diese selbsterlernte, sensitive Arbeit an der Wirbelsäule erfolgreich aus. Es war für ihn wie eine göttliche Eingebung und auf diese Weise hat er nun schon seit ungefähr 25 Jahren vielen Menschen helfen können.

Wirbelfehlstellung durch BeckenschiefstandDie meisten zivilisierten Menschen haben einen Beckenschiefstand, genauer eine Beckenverwringung (-verdrehung), und damit eine verbogene Wirbelsäule mit allen ihren üblen Folgen (die Wirbelsäule baut auf dem Becken auf; ist das bereits schief, geht es auch so weiter…).Arthrosen, Rückenschmerzen, Bandscheibenbeschwerden, eingeklemmte Nerven und vieles andere können durch einen Beckenschiefstand verursacht werden.Der Beckenschiefstand wiederum kann durch ungleiche Beinlängen verursacht werden. Dies kann dann geschehen, wenn der Kopf des Oberschenkelknochens nicht in seiner optimalen Stellung in der Hüftgelenkspfanne steht. Oft wird in diesem Fall eine Absatzerhöhung verordnet, die gar nicht erforderlich wäre, da das Hüftgelenk mit einer einfachen Übung korrigiert werden kann. „Rutscht“ das Hüftgelenk durch einen glücklichen Umstand wieder in seine ursprüngliche Lage zurück, wird durch eine Absatzerhöhung ein künstlicher Beckenschiefstandverursacht, der dann erst recht Wirbelsäulenprobleme mit sich bringt!Die Wirbelsäule ist ein Kabelkanal für die Nerven.

Die Nerven laufen zu allen Muskeln, Organen, Gefäßen, Gelenken usw. Jeder Muskel, jedes Organ, im Prinzip jede Zelle ist auf diesem Weg mit der Wirbelsäule verbunden. Das Knochensystem setzt sich vom Gehirn bis zu den Zehenspitzen fort.Ist das Becken schief, dann ist die gesamte Körpersymmetrie gestört!Statt Harmonie herrscht nun Disharmonie.Nichts kann mehr richtig funktionieren und dort, wo konstitutionsbedingt die schwächsten Stellen des Körpers sind, treten zuerst Beschwerden auf.Arthrosen und Bandscheibenbeschwerden sind nicht immer nur Abnützung; die Ursache kann ein Beckenschiefstand sein. Unsere Knochen, Wirbel und Gelenke sind so gut gebaut, dass sie sich, bei idealer statischer Belastung und entsprechender Ernährung, normalerweise nicht abnützen, sondern eher im Gegenteil durch sehr viel „Benützung“, also gesunde Belastung, intakt bleiben.Durch diesen Beckenschiefstand kommt die Wirbelsäule in ein Ungleichgewicht, der Bandscheibenkern verschiebt sich und kann seine Funktion nicht mehr richtig erfüllen. Die Folge davon können Bandscheibenschmerzen oder ein Bandscheibenvorfall sein.

Durch den Schiefstand des Beckens können Nerven und Blutgefäße gequetscht und nicht mehr in genügendem Maße durchflossen werden. Wenn Sie auf Ihren Gartenschlauch treten, fließt das Wasser auch nicht mehr so gut! Durch diese Beeinträchtigung kann alles, was mit Nerven und Durchblutung zu tun hat, und das ist praktisch alles, in Mitleidenschaft gezogen werden.Allerlei Rückenbeschwerden, sogar Krampfadern, Hämorrhoiden, Organprobleme und vieles andere können dadurch entstehen.

Ihr Godehard Stoll, Physiotherapeut und osteopatisch arbeitender Therapeut

Dieser Text wurde erstellt von: Praxis und Fortbildungsstätte Biller, Hoferichterweg 3, 81827 München